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Führung über die ehemalige StOMunNdlg HÖLTIGBAUM

Geschrieben von von sku (04.03.2011 09:03) | (Kommentare: 2)
Eingang StOMunNdlg Höltigbaum

Am Nachmittag des 3. März fand eine Führung über die ehemalige Standortmunitionsniederlage HÖLTIGBAUM statt, die vom Verein Jordsand durchgeführt wurde. Das herrliche sonnige Wetter lockte weit mehr als 60 Personen zu der Veranstaltung. Eine Zahl, mit der die Veranstalter auch nicht gerechnet hatten.

Zu Beginn gab es durch Theresa Johns, Freiwillige beimVerein Jordsand, eine kleine Einführung in die Entstehungsgeschichte desHöltigbaum aus eiszeitlicher Zeit. Darüber hinaus verwies sie auf alterbäuerliche Strukturen, die anhand der noch vorhandenen Knicks in der Landschafterkannt werden können. Daraufhin folgte eine kurze Einsicht in das alteWachegebäude, in dem heute zeitweilig FSJ’ler wohnen.

Nun setzte sich die Gruppe in Bewegung, um ein erstesMunitionslagerhaus zu besichtigen. Der Begriff „Bunker“, der hier immer wiederfiel, ist nach militärischem Sprachgebrauch ja eher falsch. Es handelt sich beiden mehr als 53 Objekten um schlichte Munitionslagerhäuser. Die Besonderheitdes Höltigbaum ist, dass es hier nicht nur besonders viele Objekte gibt,sondern auch 3 verschiedene Bauarten. Neben den kleinen Lagerhäusern mit 1 oder2 Flügeltüren gibt es hier auch die 65 Quadratmeter Objekte mitKettentüröffnung. Zu Zeiten der Panzergrenadierbrigade 17 wurde auf demGelände, das auch erst nach Einrichtung der Bundeswehr errichtet wurde, Munitionaller Art für die hier stationierten Verbände gelagert. Man darf nichtvergessen, dass die damalige Zonengrenze nur eine knappe Stunde vom Standortentfernt lag.

Eines der zweitürigen Objekte wurde zu einemFledermausquartiert umgebaut. Dazu wurde eine der beiden Türen zugemauert undauch das Lagerhaus in der Mitte durch eine Wand geteilt. Leider haben sichbislang kaum Fledermäuse dort niedergelassen, da es nach Aussage desVorsitzenden von Jordsand zu wenige Insekten und Blütenpflanzen gibt.

Als letztes Gebäude wurde einer der großen Bunker geöffnet.Die enorme Größe und die Anzahl lässt erahnen, wie viel Munition hier einstlagerte. Nach einer knappen Stunde war die Veranstaltung beendet. Das großeInteresse daran zeigt, dass sich die Menschen doch für die Geschichte desHöltigbaum interessieren, die dort ausgeführten Projekte und das geheimnisvolleeingezäunter Grundstücke.

Vielen Dank an dieser Stelle an die Veranstalter, dass überhaupt die Möglichkeit einer Besichtigung geschaffen wird.

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